Künstlerpech

Quelle :  Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 6. September 2011

Komödie mit Stromschlag
"Künstlerpech" hat Premiere: Viel Beifall für die kleine Landbühne LaT in Harsum
Harsum (mll). „Das Bild habe ich für das Stück gemalt“, flüstert ein Mädchen seiner Freundin zu und zeigt von den Zuschauerreihen aus direkt auf die Bühne. Dort steht mitten in einem Künstleratelier ein Kunstwerk. Es ist bunt, abstrakt, voller Kleckse – und ist ein wichtiges Requisit in der Komödie „Künstlerpech“ von Jürgen Baumgarten. Dieses Stück hat die kleine Landbühne LaT ( LaT steht für Lust auf Theater) – im Harsumer Kajott aufgeführt. Die Komödie ist turbulent und witzig. Eine Verwechslung jagt die andere: Thomas Fischer war bisher ein zwar guter, aber erfolgloser Porträtmaler. Mit einem abstrakten Bild und in abstruser Verkleidung wird er auf einer Vernissage zum weltberühmten, schwulen Künstler Umberto Pastellini. Als eines Tages Thomas' Tarnung aufzufliegen droht, schlüpft seine Frau Jenny zwangsweise in die Rolle Pastellinis. Das beruhigt zwar die Käufer eines Bildes, aber: Es verkompliziert die Lage, da auch noch eine Mitarbeiterin der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, ein Kriminaloberkommissar und eine neugierige Nachbarin auftauchen. Thomas ist für Jenny leider auch keine große Hilfe, denn ein Stromschlag setzt ihn weitgehend außer Gefecht. In überzeugender Manier führten die sieben Laiendarsteller den etwa zweistündigen Zweiakter vor einem überschaubaren Bühnenbild erstmals auf. Sie überzeugten durch ihre Bewegungen, Mimik und Stimmgewalt. Besonders stach Bianka Mund hervor. Sie schlüpfte als Jennifer Fischer in die Rolle des schwulen, italienischen Künstlers. Charmant und mit großem Geschick sprach sie Deutsch mit Akzent und zog die Zuschauer mitten ins Geschehen. Heike Decker hatte als neugierige Reporterin ebenso die Lacher des Publikums auf ihrer Seite wie Uwe Gätje als Thomas Fischer, der zumBlitzableiter für seinen uralten Heizlüfter wurde. Kleine Textunsicherheiten bei der Premiere bügelten die Hobby-Darsteller durch große Spielfreude schnell wieder aus. Mit der ausgewählten Komödie trafen sie den Nerv der zahlreichen Zuschauer, ernteten reichlich Applaus und Lob. Der Weg bis zur Premiere war für die Truppe, die sich im Sommer 2005 zusammengetan hatte und nun ihr sechstes Stück präsentierte, aber nicht ganz leicht. Der Titel „Künstlerpech“ ist in den vergangenen Monaten quasi Programm gewesen. Bereits vor einem Jahr hatten die Akteure das Stück ausgesucht und wollten es eigentlich schon im März aufführen. Doch aus gesundheitlichen Gründen mussten sie diesen Termin verschieben. Dann nahmen sie sich vor, an zwei Wochenenden im September auf der Bühne zu stehen und mussten auch diesen Plan ändern – aus Termingründen. „Der Titel bringt uns kein Glück“, scherzte Darstellerin Heike Decker. Die kleine Landbühne kann noch Verstärkung gebrauchen. Wer als Kommissar Verbrecher jagen will oder mehr Interesse und Geschick im kreativen oder technischen Bereich hat, kann sich bei Heike Decker unter Telefon 05127/93 16 96 melden. Weitere Informationen zu der Harsumer Laienspielgruppe gibt es im Internet unter www.kleinelandbuehne.de

 

 

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